Tan-Tan und El Ouatia (Tan-Tan Plage)

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Draa-Mündung
• versunkene schiffe • weiße kamele • märchenhafte flussmündung • sand, sehr viel sand •

Vielleicht ist die Fahrt von Guelmim kommend in Richtung Süden das spektakulärste? Gut 130 km geht es oftmals schnurgerade ohne jegliche Abwechslung auf dem Asphaltband. Schon aufregend, wenn doch mal eine Kurve kommt, es mal hoch oder runter geht oder gar Gegenverkehr ist!
Tan-Tan Hat man die Stadt erreicht, empfangen den Besucher am Ortseingang zwei riesige weiße Beton-Kamele, die man auf vielen Postkarten betrachten kann. Symbolisiert das "das Tor zur Sahara"? Tan-Tan selbst lohnt einen kurzen Blick. Die Menschen empfanden wir als offen und unaufdringlich. Aus dem Norden kommend, verändert sich das Bild auf den Straßen: Neben dem üblichen Bild der verschleierten Frauen sieht man hier mal wieder mehr unverschleierte Frauen und Mädchen, modisch gekleidet. Ein recht ungewohnter Anblick im südlichen Marokko, das freut den Europäer! Schön schlendern und Tee trinken kann man entlang der quirligen Einkaufsstraße, die vor der Flußquerung in südliche Richtung verläuft. Aber dann kann es auch schon weiter gehen.
Tan-Tan Folgt man weiter der N1, kommt man 20 km weiter nach El Ouatia, der Sommerfrische zahlreicher marokkanischer Familien. Die Stadt scheint eine einzige Baustelle zu sein: Überall sind Häuser im Bau, was hat man hier vor? Den Übersee-Hafen und die Werft von El Ouatia darf man nicht betreten, der Binnenhafen ist zugänglich. Hier kann man dem Hafentreiben zusehen, die Fischer bei ihrer harten Arbeit beobachten und den Netzflickern zusehen. Uns fielen hier mehrere Wracks von mittelgroßen Fischerbooten in Hafennähe auf, deren Umrisse sich immer wieder im klaren Wasser zeigten. Aber auch hier ist man schnell durch.
Draa Lohnend, wirklich absolut lohnend - und allein das rechtfertigt den Besuch der beiden Tan-Tan's - ist die Fahrt zur Drâa-Mündung etwas nördlich von El Ouatia. Auf dem Felsplateau stehend empfängt einen ein Paradies von einer Weite, wie wir es noch nie gesehen haben. Und wir hatten das Glück, hier nahezu allein (2 oder 3 Wohnmobile standen an der Steilküste) und bei Windstille gewesen zu sein - ein Traum. Diese Farben, die Weite, die Einsamkeit, die Geräusche: Man kann es nicht beschreiben, muss es erfahren haben.
Beim nächsten Mal beginnen wir hier und fahren weiter. Weiter zur Flamingo-Lagune am Oued Chibka und in den Khenifiss-Nationalpark.
Sicher ist es um Tan-Tan alljährlich im Mai sehr spannend, wenn der Moussem stattfindet. Er soll hier besonders schön, groß und farbig sein, hier treffen sich noch heute die Nomadenstämme aus der Westsahara, Mali und Senegal. Die mehrtägige Veranstaltung wurde im Jahr 2008 in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit eingetragen.



Weitere Bilder im Fotoalbum:

Fotoalbum Tan-Tan