Sidi Ouarzeg

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Sidi Warzik


Ungefähr 20 km südlich von Sidi Ifni auf halbem Weg zum Plage Blanche und ca. 60 km westlich von Guelmim liegt das kleine Fischerdorf Sidi Ouarzeg mit dem Quartier Maison Dyani. Einen richtigen Ort darf man sich hier allerdings nicht vorstellen, eher eine lockere Ansammlung von verstreut liegenden Häusern unterhalb des Marabouts oben an der Steilküste einer weiten weißen Sandbucht. Die Anfahrt nach Sidi Ouarzeg führt entweder durch die letzten Ausläufer des Gebirges mit Marokkos größten Kaktusfeigenhainen und ist nicht ganz einfach zu finden. Oder man kommt von Sidi Ifni auf asphaltierter Straße. Das letzte Stück führt über eine (gut mit PKW befahrbare) Piste, deren Abzweig man nicht verpassen sollte!

Zugegeben, Einkäufe lassen sich hier nicht erledigen.

Gut zu wissen: Seit 2013 gibt es hier keine Baugenehmigungen mehr. In der Hoffnung, dass das so bleibt sollte nichts die herrliche Ruhe stören!

Von hier kann man mit einem Allrad-Fahrzeug weiter entlang der Küste zum Plage Blanche fahren und dabei Fort Bou Jerif einen Besuch abstatten. Ein Erlebnis aus dieser Gegend von Peter Kohle aus "Afrika - Patt Problem" von seiner Afrika-Reise in den neunziger Jahren:

„Hier winkte uns ein Araber zu, machte Zeichen, daß wir anhalten möchten und er kam zu unserem Auto. Plage Blanche Er entpuppte sich als etwa vierzigjähriger, älter wirkender Deutscher, der sich schon solange in der Sahara aufhielt, daß er äußerlich von einem Araber kaum mehr zu unterscheiden war. Er zeigte auf seinen Unterarm, an dem ein schwarzes, steinähnliches Stück klebte, in der Größe einer halben Zigarette, und sagte: „Hat mich das Mistvieh doch glatt gebissen. Die Kobras hatten ihren Kasten vollgeschissen, ich mußte sie rausnehmen, und das eine Vieh beißt mich doch tatsächlich. Hätte ich nicht gedacht. Habt ihr mal `ne Zigarette oder zwei, meine sind gerade alle geworden.“ Wir gaben ihm ein paar Zigaretten und waren perplex. Wir fragten ihn, ob der Kobrabiß nicht ein Problem für ihn sei und er antwortete: „Keine Ahnung, hatte lange keinen und man weiß nie, wieviel Gift einem die Kobra gibt. Ich werd’s ja mitkriegen. Wenn ihr Bock auf Schlangen habt, könnt ihr mal gelegentlich vorbeikommen, ich wohn da hinten bei den Palmen.“ …
Als wir abends in dem Beduinenzelt saßen und klönten, besuchte uns der Schlangenmann… . Sein Weg in die Wüste begann in den späten Sechzigern, spirituelle Interessen, bewußtseinserweiternde Drogen, Afghanistan, Indien, Philosophie, Buddhismus, Senyassin, Moslem und dann die Begegnung mit einem indischen Schlangenmeister, mit dem er mehrere Jahre als Lehrling durch die Gegend gezogen ist und sich alles Wissen über Schlangen aneignete.“

Weitere Bilder zum Ort und zur Umgebung im Fotoalbum:

Fotoalbum Sidi Ouarzeg