Kultur

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Sind Sie hungrig nach Kultur? Dann können Sie im Königreich Marokko auf zahlreichen Wegen Ihren Wünschen nachgehen.
Timatarin-Verein Selbstverständlich gibt es viel Sehenswertes in den großen, bekannten Städten zu besichtigen. Wer hat noch nicht von den Königsstädten Fez oder Rabat oder vom Zauber von Marrakesch gehört? Aber auch derjenige, der Beschaulichkeit in Verbindung mit marokkanischer Lebensart bringen will, kommt nicht zu kurz.
In kleinen Städten und Orten muss man sich nicht mit der Masse treiben lassen, sondern kann unbehelligt genießen. Ein Sonnenuntergang in Asilah, nachdem man sich den Tag über in den hellen Gassen der Künstlerenklave hat treiben lassen oder ein Konzert voller mitreißender Berbermusik am Rande der Wüste bei einem Festival - alles ist möglich.
Museumsliebhaber können ihrer Leidenschaft eine völlig neue Dimension verleihen, denn marokkanische Museen - wenn man sie gefunden hat - sind oft mehr als überraschend! Oft darf der Besucher Gegenstände noch selbst in die Hand nehmen, sie ausprobieren. Und wen reizt das nicht - meist in Verbindung mit dem obligatorischen Glas Minztee!
Auf den Spuren der Berber erkunden Sie faszinierend durchdachte Baukunst in alten Dörfern, entdecken mit Schiefergestein verzierte Hausfassaden (Lokba) oder besichtigen eine der zahlreichen Speicherburgen (Igoudar), die die Berber auf vielfältige Art an oft erstaunlichen Stellen erbauten, um ihre Vorräte und Wertgegenstände zu schützen.

Musik

Zum kulturellen Erbe der mazirischen Musik gehört der Tanz untrennbar dazu - Rhythmus ist eng mit dem Leben der Berber verbunden. Kinder wachsen mit Klang und Bewegung auf und daher ist es nicht verwunderlich, dass auch in der modernen Musik traditionelle Elemente verarbeitet werden. Die jüngere Generation entwickelt ein Gefühl dafür, traditionelle und moderne Instrumente zu kombinieren, so dass durch ihre Musik auch heute alle Generationen zum Tanz motiviert werden.
Reisegedanken:

    - Festivalbesuch
    - Begegnungen mit Musikern
    - Kennenlernen traditioneller Instrumente
    - Kulturaustausch durch gemeinsames Musizieren

Literatur

Mazirische Literatur wurde über einen langen Zeitraum hinweg nur mündlich überliefert, da die Berber keine eigene Schriftsprache kannten. Durch ihre Auseinandersetzung mit anderssprachiger Literatur haben sie die Bedeutung der Schriftsprache erkannt, aus diesem Grund entwickelte sich eine eigene mazirische Schrift (Tifinagh), in der die alte Literatur niedergeschrieben würde und heute moderne Romane, Gedichte und Erzählungen entstehen.
Hauptthemen, welche die Autoren beschäftigen, sind das moderne Leben der Maziren, ihre Weltanschauung, politische Fragen und Familiengeschichten. Mittlerweile lernen Schüler die mazirische Schrift im Unterricht und der aufmerksame Beobachter kann seit einigen Jahren Hinweisschilder in arabischer und mazirischer Schrift entdecken.
Reisegedanken:

    - Begegnungen mit Schriftstellern
    - Lesungen
    - Auf den Spuren eines Schriftstellers

Geschichte

Museum Die Maziren oder auch Berber sind ein weit verbreiteter Volksstamm, man behauptet hier, dass sie im Bereich von Ägypten bis Marokko lebten und leben. Eine sichere Herkunft lässt sich jedoch schwer nachweisen, auf jeden Fall lebten sie bereits in Nordafrika, als die Römer dort ankamen. Lieber als der Begriff Berber ist ihnen der Name Amazirin, was „die Freien“ bedeutet. Sie haben ihre eigene Geschichte, Tradition und Kultur bis heute bewahrt. Noch immer ist die besondere Architektur der Dörfer erkennbar, Häuser in Stadtvierteln größerer Orte sind durch ihre Symbole gekennzeichnet. Ihr Schmuck, ihr Kleidung und viele typische Handwerks- und Gebrauchsgegenstände sind noch immer in Benutzung.
Besonders im Anti Atlas und im Siroua fallen die vielen Speicherburgen auf, in denen die Berber in Kriegs- und Belagerungszeiten ihr Hab und Gut und letztlich auch sich selbst in Sicherheit brachten. Viele der gut erhaltenen Igoudar kann man besichtigen und dabei einen tiefen Einblick in die Vergangenheit erhalten.
Reisegedanken:

    - Begegnungen mit Historikern
    - Straße der Igoudar
    - historische Orte

Kunst und Handwerk

Die geschichtliche Entwicklung zeigt, dass im mazirischen Alltagsleben viele Gebrauchsgegenstände verziert waren, jedoch nie allein um der Kunst willen, sondern um Farbe und Abwechslung in ihr Leben zu bringen. Weberei, Töpferei, Gestaltung von Türen, Fenstern und Hausfassaden, Schmuck und Kleidung waren mit Symbolen verziert. Diese dienten als Schriftersatz, als Schutz, zur Abwehr böser Geister, oder als Merkmal der Stammeszugehörigkeit.
Erst die modernen Künstler haben die geschichtlichen Symbole mit neuen Elementen zu ihrer Kunst verarbeitet.
Reisegedanken:

    - Besuch von Kooperativen und Handwerkern, die traditionell arbeiten
    - Begegnungen mit modernen Künstlern

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