Agadir

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Agadir
• wirklich in nordafrika? • schon wieder dino-spuren • nilkrokodile • reste einer burg • eine neue "alte" Medina •

Von der alten portugiesischen Hafenstadt aus dem 16. Jahrhundert ist nach einem Erdbeben 1960 nur noch sehr wenig erhalten geblieben. Das Festungsviertel, die Kasbah Agadir Oufella (Agadir N'Ighir), lag auf dem Hügel oberhalb des jetzigen Hafens. Die Reste laden zur Besichtigung ein. Vor allem hat man von hier oben einen tollen Blick über die Stadt, den Hafen und den Strand. Auf Fotos aus dem beginnenden 20. Jhd. erkennt man unterhalb, etwa an der Stelle des jetzigen Hafens die Fischersiedlung Founti mit einem Marabout.
Inzwischen an benachbarter Stelle zu einer neuen Metropole mit -je nach Betrachtungsweise- bis zu einer Millionen Einwohnern gewachsen, hat Agadir mit einer arabischen Stadt kaum etwas gemeinsam. Der Besucher wird nichts vermissen, was er von zu Hause kennt. Die lebhafte Stadt ist außerdem wegen ihres langen breiten und flach abfallenden Sandstrandes sowie wegen des ganzjährig von Europäern gut erträglichen Wetters als Urlaubsort sehr beliebt. Die Bewohner haben wir als sehr tolerant kennen gelernt. Viele Wohnmobilisten aus europäischen Ländern verbringen hier und in der Umgebung die Wintermonate. Einige ansehenswerte Punkte hat die Stadt trotz Ihrer Jugend wieder vorzuweisen:
Medina d'Agadir Am südlichen Stadtrand bemühte sich Coco Polizzi, die verloren gegangene Altstadt Agadirs nachzuempfinden und lies mit traditionellen Materialien und unter Berücksichtigung alter Vorlagen eine neue "alte" Medina, die Medina d'Agadir bauen. In den kleinen Gassen ist eine Handvoll Geschäfte ansässig, wo man den Handwerkern bei der Arbeit zusehen kann. Der Bummel durch die liebevoll gebaute kleine Stadt lohnt auf jeden Fall. Hervorragend shoppen und schauen kann man im Sonntagsmarkt, dem Souk El Had, der inzwischen täglich außer Montags geöffnet hat. Ein Besuch im Fischereihafen mit seiner Markthalle ist natürlich ebenso zu empfehlen. Neben einem Vogelpark bietet die Stadt zwei Parkanlagen: den Jardin de Olhão und den etwas größeren Jardin Ibn Zaidoun. Jardin de Olhão Eine Synagoge erinnert an die jüdische Geschichte des Ortes, ein Museum an die Berber-Kultur.
In der näheren Umgebung steht der Croco-Park auf der Liste, hier werden die ursprünglich auch in der Souss-Ebene beheimateten Nil-Krokoile auf die Auswilderung vorbereitet. Etwas südlich gibt es an der Küste von Anza bei Ebbe prähistorische Zeitzeugen zu besichtigen: 2014 wurden hier 85 Mio Jahre alte Spuren von Dinosauriern, darunter auch vom Flugsaurier Pterosaur, entdeckt.

Mit dem Charterflugzeug landet man im nahegelegenen Flughafen Al-Massira. So ist Agadir ein hervorragender Ausgangspunkt für Ausflüge und Unternehmungen, um Land und Leute kennen zu lernen, um "Marokko zu erfahren". Lokale Anbieter bieten Touren an oder man erschließt sich das Land "auf eigene Faust". In Agadir sind auch wir 1991 "auf den Geschmack" gekommen.
Von hier aus - und das empfehlen wir jedem- unternahmen wir mit einem Mietauto einen ersten Tagesausflug nach Taroudant. Davon beeindruckt und ermutigt "eroberten" wir für uns Marrakesch in einer 3-Tage-Tour, später waren wir noch 3 Tage in der Oasenstadt Akka unterwegs.
Tagesausflüge sind in den Nationalpark Souss Massa bei Sidi R'bat zu empfehlen, auch nach Tiznit und zum "Paradise Valley" nach Imouzzer. Gelegentlich gibt es etwas weiter in den "Kaskaden" bei Ida Ou Tanane tatsächlich Wasser zu bewundern, etwas weiter sind wieder einmal Dinospuren und die Grotte Win Timdouin lockt zumindest mit herrlicher Aussicht. Ausflüge, für die zumindest zwei Tage Zeit eingeplant werden sollte, können nach Essaouira und Amtoudi führen; für einen Besuch von Tafraoute entlang der "Straße der Igoudar (Agadire)" ist selbst das eigentlich zu kurz.

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