Willkommen im Königreich Marokko!

Urlaubsziele, geografisch


nach Sidi R'bat nach Tiznit nach Sidi Ifni nach Sidi Ouarzeg nach Tafraoute nach Amtoudi nach Icht zur Oase Tighmart/Guelmim nach Taroudant nach Igherm nach Tizourgane nach Taliouine nach Marrakesch nach Essaouira ins Aït Bougoumez-Tal nach Telouet nach Aït-Ben-Haddou marokko-reisziele


www.marokko-erfahren.de mit google durchsuchen: Während eines Urlaubes, der uns eher zufällig nach Südmarokko führte und auf Anhieb faszinierte begannen wir, uns intensiver mit dieser Gegend auseinander zu setzen. Tafraoute Mandelblüte :-)Wir waren erstaunt, dass dieser Landstrich, der touristisch zu jeder Jahreszeit alles bietet, was man sich wünschen kann und der keine 5 Flugstunden entfernt ist, über Reisebüros, Reisführer und Kartenmaterial relativ schlecht erschließbar ist.
Dabei kommt hier jeder auf seine Kosten: Bade-, Kultur-, Wander-, Kletter- oder Aktivurlaub sind genauso möglich wie Mountainbike- oder Motorrad-Touren. An Mineralien und Fossilien interessierte kommen auf ihre Kosten; mancherorts kann man den Fußstapfen von Dinosauriern folgen. Felsmalereien und Felsgravuren sind zu finden. Viele kommen auch, um von hier aus die Sterne oder auch die Tierwelt zu beobachten.
Die herrliche Küche hat für jeden Geschmack das Passende.
Die Entfernung zwischen Hochgebirge, Badestrand und Sahara ist jederzeit zu bewältigen. Die zahlreichen landschaftlichen und architektonischen Höhepunkte Südmarokkos halten in ihrer Einzigartigkeit, Bedeutung und Schönheit jedem Vergleich mit den Sehenswürdigkeiten z.B. des sächsischen Burgen-, Schlösser- und Elblandes oder des Rheinlandes stand. Sie sind jedoch im Gegensatz dazu nahezu gänzlich unbekannt. Fast könnte man sie als "Geheimtip" bezeichnen.
Noch mehr Abwechslung und Vielseitigkeit auf engstem Raum sind kaum möglich.

Fotos um Touflâazt

Bei unseren wiederholten Rundfahrten wurden wir mehr und mehr vor allem mit der Baukunst aber auch mit der Kultur der Berber vertraut, die in dieser Region seit mindestens gut 3000 Jahren ansässig sind. Wir begeisterten uns für die kleinen scheinbar an den Hängen klebenden Berberdörfer, aber insbesondere die bis zu 1000 Jahre alten einzigartigen Berberburgen hatten es uns angetan; Bauwerke, die diese Volksgruppe hier hinterlassen und die teilweise viele Jahrhunderte überdauert haben. Nur drei dieser herausragenden Agadire sind aus den Reiseführern etwas bekannt: Die Igoudar von Amtoudi: Id Aissa und Agellouy, sowie Agadir Tasguent. Darüber hinaus gibt es kaum weitere Informationen über dieses einzigartige Kulturgut.
Neben vermutlich weit mehr als 200 derartig weltfremd anmutenden Speicherburgen, zahlreichen Kasbahs, Tighremts und Tiguemis hat Marokko aber noch einiges mehr zu bieten:

Fotos Oase Tighmert

Männer in blauen Gewändern, die sich irgenwo zwischen Sand, Palmen, Oasen und Kamele befinden. Das sind die Bilder, an die wahrscheinlich jeder zuerst denkt wenn er "Marokko" hört. Nur gut 200 km sind es vom Flughafen Agadir zur ersten kleinen noch fast unbekannten Oase in der Nähe von Guelmim im Süden. Entspannung pur oder aber Ausflüge an die Atlantikküste mit ihrem Kilometer langem Sandstrand Plage Blanche oder nach Sidi Ifni, Baden in den nahe gelegenen Wasserbecken der letzten kleinen Ausläufer des Antiatlas oder aber Kultur und Geschichte in uralten Ortschaften - alles ist möglich.

Fotos Tafraoute

Natürlich locken die nordafrikanischen Städte. Allen voran Tafraoute mit seiner tollen Umgebung, in der man ewig wandern kann. Wir fühlten uns dort genauso wohl wie in Taroudant und Sidi Ifni. Diese 3 etwas größeren Orte sind so unterschiedlich Orte auch nur sein können - man sollte sie alle drei erkunden. Jede einzelne hat ihren Reiz und ist es Wert. Restaurantbesuch, Marktbummel, Teilnahme am Leben... alles Dinge, die zum Urlaub gehören. Daneben gibt es zahlreiche kleinere Orte, die ebenso liebenswert sind.
Und dann ist da noch Marrakesch. Auch ein Ausgangspunkt für Reisen in den Süden. Das sollte man sich nicht entgehen lassen!

zum Gästehaus Kasbah Escale Rando Taliouine

Unterkünfte mit Übernachtungsmöglichkeiten in allen Preisklassen und für jeden Anspruch sind kein Problem: Es gibt in diesen traumhaften Gegenden viele kleine Gästehäuser, die von Reiseveranstaltern nicht vermittelt werden. Einige davon stellen wir auf unseren Seiten -jeweils unten- vor, andere finden sich. Diese "versteckte Präsenz" hat natürlich auch seine Vorteile: Die Natürlichkeit und Einfachheit ist hier erhalten geblieben. Der erholsame Mut zur Unperfektheit ist immer und überall zu spüren. Hier fehlen Fast-Food-Ketten, Spaßbäder, Discos, Animateure und dergleichen, sein Programm kann man sich selbst gestalten und erfährt dabei –wenn man es möchte- viel Unterstützung und Interesse durch die Einheimischen. Man kann sich von der hervorragenden landestypischen Küche verwöhnen lassen. Dabei ist hier das Normalität, worum man sich bei uns in Deutschland derzeit wieder verstärkt bemüht: Serviert wird grundsätzlich Essen aus der Region. An der Küste wird fangfrischer Fisch serviert, im Inland eher Fleischgerichte. Obst und Gemüse kommen vom Markt im Ort und somit aus der Region. Alles ökologisch korrekt – auch wenn (oder vielleicht auch weil) fast nichts optisch den EU-Normen entspricht ist es doch umso schmackhafter.

Mandelblüte

Wir trafen in den ländlichen Gegenden Südmarokkos immer auf eher zurückhaltende, freundliche und hilfsbereite Bewohner, die sich gefreut haben, wenn sie merkten, dass man sich für sie interessiert. Es gab keine aufgezwungenen Verkaufsgespräche, keine Hintergedanken, keiner wollte uns abzocken. Bestohlen wurden wir auch nicht. Statt dessen wurden wir schnell -selbst während des Ramadans- zu einem Tee und Gebäck eingeladen und durften eine Weile am Familienleben teilnehmen.
Wir haben alles getan, was man -wenn man den öffentlichen Meinungen Glauben schenkt- nicht tun sollte: Wir haben gegessen, was alle dort essen, haben Tramper am Wegesrand mitgenommen. Und dabei keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht. Durchfall wie Diebstahl sind ausgeblieben.

kaktusähnliche Euphorbie, Wolfsmilchgewächs

Wir wünschen diesem relativ armen Landstrich einen wirtschaftlich, kulturell und ökologisch ausgerichteten nachhaltigen und sanften Tourismus, der dieser Region direkt zu Gute kommt und nicht zerstörend wirkt.
Wenn der Bekanntheitsgrad von Landschaft, Geschichte, Kultur und Bauwerken dieses bemerkenswerten Landstriches erhöht wird, steigt die dringend benötigte (und absolut berechtigte) Wertschätzung. Vielleicht kann so der langsame aber unaufhaltsame Verfall der einzigartigen Agadire aber auch ganzer architektonisch wertvoller uralter Dorfteile, den wir in den Jahren bereits miterleben mussten, doch ein klein wenig aufgehalten werden? Und zumindest ein Teil der Bevölkerung kann durch eine touristische Erschließung erfahren, dass es doch lebenswert und auskömmlich sein könnte, diese Region nicht verlassen zu müssen sondern als kulturelle Bewahrer vor Ort zu bleiben?

marokkanischer Whisky

Wir möchten unser Interesse an Südmarokko mit Ihnen teilen, unsere Erfahrungen dort an Sie weitergeben und versuchen, Vorurteile auszuräumen.
Wir denken: Wenn man seinen Verstand walten lässt, sich als Gast in einem fremden Land, einer fremden Kultur fühlt und versucht, ein ganz klein wenig am Leben dort teilzuhaben und bemüht ist, sich etwas anzupassen, ist alles machbar und die Weichen für einen sehr erholsamen und gleichermasen preiswerten Urlaub in einer für uns völlig fremden Kultur sind gestellt.

Für Interessenten vieler der auf marokko-erfahren.de beschriebenen Ziele bieten wir ergänzendes Material an. Weitere Informationen dazu finden Sie unter der Rubrik Reiseführer.

Buchempfehlungen:

Dr. Werner Wrage: "Die Strasse der Kasbahs - Unter den Berbern Südmarokkos", antiquarisch erhältlicher Reisebericht durch Südmarokko von 1967 aus dem Neumann Verlag in Radebeul bei Dresden mit tollen Fotos

Dr. Werner Wrage: "Jenseits des Atlas - Unter den Berbern Südmarokkos", antiquarisch erhältlicher Reisebericht von 1969 aus dem Neumann Verlag in Radebeul bei Dresden mit tollen Fotos

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